Transformation im Bestand:
Block IV: Forschung und Versuch: Neue Herausforderungen - Neue Wege

05.09.2024

12:00 – 13:30 Uhr

Raum 1C

Bestandsgebäude, Fachkräfte, Forschung, Innovation, Praxisbeispiele, Sektorenkopplung, Serielle Sanierung, Transformation im Bestand

Dr. Volker Wiegel

LEG Immobilien SE

COO

Vortrag:

Serielle Sanierung - Vision, Erfolge & Herausforderungen

Automobilbau 1930 und 2024 – es liegen Welten dazwischen. Baustellen von Bestandsmodernisierungen 1930 und 2024 – man muss näher hinschauen, um das Jahr zu identifizieren. Serielle Sanierung soll den Quantensprung in die Gegenwart schaffen. Digitaler, schneller, kostengünstiger – um trotz Fachkräftemangels und Zinsniveaus den Gebäudebestand schnell dekarbonisieren zu können. Wo kommen wir her, wo stehen wir und was sind hierbei die Herausforderungen – sowohl für den Eigentümer von Wohnungen am Beispiel der LEG Immobilien SE, als auch für den Anbieter serieller Sanierung am Beispiel des LEG JV Renowate?

Ton Matton

MattonOffice

indie Urbanist

Vortrag:

Slow Urban Planning

Ein performativer Urbanismus, der mittels eines improvisierten Stadtlebens die Grenzen des Möglichkeitssinns ergründet, um so innovative räumliche Lösungen zu erforschen.

 

Wie kann es sein, dass so viele Dörfer und Kleinstädte so heruntergekommen sind? Ist das bloß Zufall und Pech? Hat die Politik versagt? Ist es die falsche geografische Lage? Handelt es sich um einen kapitalistischen Systemfehler?

Die ganzen Investitionen in neue Fassaden, Straßen und Kanalisationen reichen scheinbar nicht aus. Vielleicht sollten wir als Stadtplaner eher in die Menschen investieren, statt in Beton, Asphalt und die Dämmung alter Häuser?

Wenn es einen Wirklichkeitssinn gibt, den niemand bezweifeln wird, und dieser seine Daseinsberechtigung hat, dann muss es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann... so ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen, als das, was nicht ist.’ schreibt Robert Musil in "Der Mann ohne Eigenschaften".

In einem Slow Urban Planning möchten wir genau diesen Möglichkeitssinn erforschen.

Dipl.-Ing. Ronald Meyer

Bundesverband Gebäudemodernisierung e.V. Renaldo GmbH

Bauingenieur | Vorstandsvorsitzender des Bundesverband Gebäudemodernisierung e.V. | Co-Founder der Renaldo GmbH

Vortrag:

 

Der Sanierungssprint – In 22 Tagen zum klimaneutralen Zuhause

Die Frankfurter Rundschau fragte, ist das die „Revolution auf dem Sanierungsmarkt?“, der Spiegel erklärte, „warum das Konzept als Vorbild für die Energiewende taugt“: Der von Bauingenieur Ronald Meyer entwickelte „22-Tage-Sanierungssprint“ hat das Zeug, ein entscheidender Baustein für die Energiewende im Gebäudesektor zu werden. Mit einer relativ einfachen Methodik ist es möglich, Bauprozesse so zu optimieren und zu verändern, dass eine energetische Gebäudemodernisierung schneller durchgeführt werden kann als bisher und diese zugleich hochwertiger und preiswerter wird.

Ein interessanter Ansatz für Handwerker und Hauseigentümer.

Die vorangegangenen Themenblöcke widmeten sich den verändernden Nutzungen bestehender Siedlungsstrukturen, deren Erhalt und notwendiger Transformationen.  

Im Block IV wird anhand gebauter Beispiele und der gelebten Praxis der Fokus auf den aktuellen Stand des technisch Machbaren und des sozial Möglichen gelegt. Dabei rückt zum einen das serielle Bauen immer mehr in den Vordergrund und wird flankiert von neuen Produkten und dem Bestreben die Umsetzung von Bauvorhaben zu beschleunigen. Damit der Wunsch nach einer erhöhten Schlagzahl im Bausektor auch mit den gesteckten Klimazielen einhergehen kann, wird das Augenmerk stärker als bisher auf den Gebäudebestand gerichtet.  

Die Beiträge befassen sich neben Bauprodukten und aktuellen Sanierungsvorhaben aber auch noch einmal mit dem großen Ganzen, dem Lebensraum, der durch die gebaute Umwelt entsteht. Dieser ist niemals nur die Summe seiner Anzahl von Gebäuden, sondern auch von entstandenen Zwischenräumen, die ständigen und zufälligen Nutzern eine Plattform zur materiellen, emotionalen und geistigen Verwirklichung im (Stadt-) Raum bieten können. Diese Art der „Neubesiedelung“ entspricht zwar nicht unbedingt einer zuvor geplanten Nutzung, entsteht aber durch Vision, persönliches Engagement und der gegebenen Möglichkeit zur freien Umsetzung.  

Thomas Kirmayr stellt Ihnen in seinem Beitrag neue Technologien und Produkte für die Gebäudesanierung vor. Dabei geht es längst nicht mehr nur um digitale Zwillinge und die vielfach gewünschte baldige Digitalisierung von Bauprozessen. Die neuen Bauprodukte ebnen den Weg zu klimafreundlichen Bauweisen.  

Dr. Volker Wiegel beleuchtet anhand von 5 Varianten das Thema serieller Sanierungsinnovationen. Digitalisierte Prozesse werden mit industrieller Vorfertigung kombiniert. Die praktische Umsetzung erfolgt im „Living Lab“ in Mönchengladbach mit vorgefertigten Fassaden-, Dach- und Technikmodulen mit dem Ziel einen NetZero-Standard zu erreichen.  

Der niederländische Künstler, Stadtplaner und Professor an der Kunstuniversität Linz, Ton Matton, gibt uns Einblicke in seine experimentell geprägte Lebens-, Arbeits- und Forschungswelt. Stadt- und Raumplanung wird neu gedacht und gelebt. Seine Sichtweise stellt unter der Voraussetzung, bestehende Dogmen zu überdenken, eine spannende Zukunft vor und setzt dabei mit einem philosophischen Ansatz neben dem Wirklichkeits- auch auf den Möglichkeitssinn.  

Ronald Mayer konnte mit dem „Sanierungssprint“ einer Doppelhaushälfte in Hamburg ein bundesweites Presseecho erzeugen. In nur 22 Tagen hat er ein Wohngebäude klimaneutral vollsaniert. In seinem Vortrag erläutert er sein Vorgehen und beschreibt, was nötig ist, um sein Prinzip zu skalieren.  

Speaker

Dr. Volker Wiegel

LEG Immobilien SE

COO

Vortrag:

Serielle Sanierung - Vision, Erfolge & Herausforderungen

Automobilbau 1930 und 2024 – es liegen Welten dazwischen. Baustellen von Bestandsmodernisierungen 1930 und 2024 – man muss näher hinschauen, um das Jahr zu identifizieren. Serielle Sanierung soll den Quantensprung in die Gegenwart schaffen. Digitaler, schneller, kostengünstiger – um trotz Fachkräftemangels und Zinsniveaus den Gebäudebestand schnell dekarbonisieren zu können. Wo kommen wir her, wo stehen wir und was sind hierbei die Herausforderungen – sowohl für den Eigentümer von Wohnungen am Beispiel der LEG Immobilien SE, als auch für den Anbieter serieller Sanierung am Beispiel des LEG JV Renowate?

Ton Matton

MattonOffice

indie Urbanist

Vortrag:

Slow Urban Planning

Ein performativer Urbanismus, der mittels eines improvisierten Stadtlebens die Grenzen des Möglichkeitssinns ergründet, um so innovative räumliche Lösungen zu erforschen.

 

Wie kann es sein, dass so viele Dörfer und Kleinstädte so heruntergekommen sind? Ist das bloß Zufall und Pech? Hat die Politik versagt? Ist es die falsche geografische Lage? Handelt es sich um einen kapitalistischen Systemfehler?

Die ganzen Investitionen in neue Fassaden, Straßen und Kanalisationen reichen scheinbar nicht aus. Vielleicht sollten wir als Stadtplaner eher in die Menschen investieren, statt in Beton, Asphalt und die Dämmung alter Häuser?

Wenn es einen Wirklichkeitssinn gibt, den niemand bezweifeln wird, und dieser seine Daseinsberechtigung hat, dann muss es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann... so ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen, als das, was nicht ist.’ schreibt Robert Musil in "Der Mann ohne Eigenschaften".

In einem Slow Urban Planning möchten wir genau diesen Möglichkeitssinn erforschen.

Dipl.-Ing. Ronald Meyer

Bundesverband Gebäudemodernisierung e.V. Renaldo GmbH

Bauingenieur | Vorstandsvorsitzender des Bundesverband Gebäudemodernisierung e.V. | Co-Founder der Renaldo GmbH

Vortrag:

 

Der Sanierungssprint – In 22 Tagen zum klimaneutralen Zuhause

Die Frankfurter Rundschau fragte, ist das die „Revolution auf dem Sanierungsmarkt?“, der Spiegel erklärte, „warum das Konzept als Vorbild für die Energiewende taugt“: Der von Bauingenieur Ronald Meyer entwickelte „22-Tage-Sanierungssprint“ hat das Zeug, ein entscheidender Baustein für die Energiewende im Gebäudesektor zu werden. Mit einer relativ einfachen Methodik ist es möglich, Bauprozesse so zu optimieren und zu verändern, dass eine energetische Gebäudemodernisierung schneller durchgeführt werden kann als bisher und diese zugleich hochwertiger und preiswerter wird.

Ein interessanter Ansatz für Handwerker und Hauseigentümer.