NEWS: Mehr Geld für grüne Städte: Neue Programme zur Förderung klimaresilienter Infrastruktur

Der Klimawandel trifft urbane Räume besonders hart: Hitzeperioden, Starkregen und langanhaltende Trockenphasen belasten nicht nur die Lebensqualität, sondern auch Infrastruktur, Gesundheit und Stadtökologie. Städte und Gemeinden stehen zunehmend unter Handlungsdruck – und genau hier setzt eine Reihe neuer Förderprogramme an.

Zwischen Mai und August 2025 läuft erneut ein Förderaufruf im Rahmen der Bundesförderung für natürlichen Klimaschutz (BNK). Über 10 Millionen Euro aus Bundes- und EU-Mitteln stehen bereit, um Maßnahmen wie Schwammstadt-Konzepte, multifunktionale Grünflächen oder dezentrale Regenwassernutzung zu unterstützen (KfW).

Zudem läuft das KfW-Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (Produkt 444), das konkrete Projekte zur Entsiegelung, Begrünung, Baumpflanzung und Kühlung des Stadtklimas bezuschusst. Die Fördersätze liegen bei bis zu 90 %, in strukturschwachen Regionen teilweise sogar bei 100 %. Förderfähig sind sowohl investive als auch konzeptionelle Maßnahmen – etwa integrierte Klimaresilienzstrategien oder die Entwicklung städtebaulicher Anpassungskonzepte.

Dennoch stehen viele Kommunen vor der Herausforderung, die Mittel tatsächlich abzurufen: Laut Umweltbundesamt und Bundesamt für Naturschutz (BfN) fehlen häufig personelle Ressourcen, strategische Planungsgrundlagen oder Know-how im Fördermittelmanagement. Projekte bleiben dadurch oft in der Schublade. Ein verstärkter Wissenstransfer, mehr interkommunale Kooperationen und technische Unterstützungsangebote sind laut Fachleuten dringend notwendig, um das Potenzial der Förderprogramme auszuschöpfen.

Der natürliche Klimaschutz wird künftig nicht mehr optional, sondern verpflichtend: Die Novelle des Bundes-Klimaanpassungsgesetzes sieht vor, dass Kommunen spätestens ab 2028 verbindliche Klimaanpassungsstrategien vorlegen müssen – flankiert durch landesspezifische Umsetzungspläne. Wer sich jetzt vorbereitet, kann doppelt profitieren: durch finanzielle Förderung und langfristige Resilienz gegenüber klimatischen Extremereignissen.

QUELLEN: KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Umweltbundesamt (UBA)

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