NEWS: Einfach bauen – neue Perspektiven für den Wohnungsbau

 

Knappe Budgets, technische Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Bau- und Wohnungswirtschaft zunehmend unter Druck. Ein Lösungsansatz, der aktuell wieder verstärkt diskutiert wird: Einfaches Bauen. Dabei geht es nicht um Verzicht, sondern um intelligente Reduktion – mit robusten Materialien, klaren Bauformen und möglichst wenig haustechnischem Aufwand. Der Fokus liegt auf langlebigen, wartungsarmen Lösungen, die auch unter wirtschaftlichen und personellen Engpässen zuverlässig funktionieren.

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Mit monolithischen Bauweisen, hoher thermischer Speichermasse und durchdachter Planung lassen sich hohe energetische Standards erreichen – ohne Wärmepumpe, Lüftungsanlage oder komplexe Steuerungstechnik. Reduktion wird dabei zur strategischen Qualität: weniger Fehleranfälligkeit, niedrigere Betriebskosten und eine neue Baukultur, die Nutzerkomfort mit Bauphysik statt Technik erreicht.

Einfaches Bauen ist damit mehr als ein Trend – es ist ein ernstzunehmender Beitrag zur Transformation des Bauens. Vor allem für kommunale Träger, Wohnungsunternehmen und Genossenschaften eröffnet dieser Ansatz neue Spielräume für bezahlbaren, nachhaltigen Wohnraum.

Quelle: Interview mit Dr. Tilmann Jarmer, Florian Nagler Architekten & Forschungsgruppe Einfach Bauen an der Technische Universität München

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