NEWS: Barrierefreier Umbau statt Neubau? Bundesweit wachsendes Interesse an Umnutzungen

Der demografische Wandel, begrenzte Flächen und steigende Baukosten lenken den Blick immer stärker auf den Bestandsumbau. Eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt: Immer mehr Kommunen und Wohnungsunternehmen setzen gezielt auf Umnutzung und barrierefreien Umbau statt auf kostspielige Neubauprojekte. Besonders gefragt sind altersgerechte Umbauten, energetische Sanierungen mit Wohnraumanpassung und die Umwidmung von leerstehenden Nichtwohngebäuden.

Laut der BBSR-Analyse wurden 2024 erstmals mehr Förderanträge für Bestandsumbauten als für Neubau im sozialen Wohnungsbau gestellt. Das Bundesbauministerium reagiert: Mit dem Programm "Umbauen statt neu bauen" sollen ab 2026 gezielt innovative Umbauprojekte gefördert werden, die gleichzeitig zur Quartiersentwicklung beitragen.

Für kommunale Akteure bietet dieser Trend Chancen: Schnellerer Projektstart, weniger Ressourceneinsatz und mehr soziale Wirkung. Auch im Sinne der Klimaziele ist das sinnvoll: Der Erhalt bestehender Strukturen spart graue Energie und reduziert CO2-Emissionen.
Städte wie Leipzig, Mannheim oder Kiel gelten als Vorreiter. Dort entstehen aus alten Schulen, Verwaltungsgebäuden oder Einkaufsmärkten neue Wohnformen – flexibel, inklusiv und klimafreundlich.

Quellen: BBSR-Studie "Umbaupotenziale im Bestand", Pressemitteilung BMWSB zum Umbau-Förderprogramm, "Stadtumbau 2030"-Projektbeispiele, www.stadtentwicklung.de

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